Nordseite erstrahlt in neuem Glanz

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Schmölln. Erst kürzlich sind die Gerüste an der Nordseite der Schmöllner Stadtkirche Sankt Nicolai gefallen. Nach der Sanierung der Südseite (Gößnitzer Straße) 2018, neigt sich der zweite Bauabschnitt dem Ende. Geplant und vorbereitet werden momentan bereits die im Frühjahr 2020 beginnenden Arbeiten am Chorraum, Bauabschnitt Nummer drei. Mit der fast fertigen Sanierung der Nordseite lässt sich bereits erahnen, wie das Gotteshaus in zwei, drei Jahren aussehen wird. Denn seit die Gerüste abgebaut wurden, erstrahlt die Nordfassade in ihrer Schönheit. Besonders spür- und erlebbar ist es, wenn man vom Goetheplatz kommend, in Richtung Reussischer Hof geht oder fährt.
Der helle Putz zieht beim Näherkommen die Blicke magisch auf sich. Und dabei fehlt zur Komplettierung eigentlich noch besagter Chorraum.
Unfallfrei und ohne Komplikationen Freude und Dank verspürt Pfarrer Thomas Eisner, dass der zweite Bauabschnitt so gut gelaufen ist, unfallfrei und ohne größere Komplikationen.

© Ulrike Grötsch

Fünf Gewerke waren 2019 mit den umfangreichen Arbeiten in Höhe von circa 600.000Euro beschäftigt. Die Zusammenarbeit mit und zwischen ihnen sowie dem Architekturbüro Thomas Grützner aus Weimar lief bestens, schätzt Thomas Eisner ein. Die Zimmerer und Dachdeckerarbeiten sind abgeschlossen. Hervorzuheben ist, dass die Zimmerei Jörg Pfeifer aus Zwirtzschen Altholz aus einem Scheunenabriss in Kleinmückern für die Dachsparren verwendet hat. Wie dringend die Sanierung ist, verdeutlicht, dass von 25 Deckenbalken 24 schadhaft waren. Vom West zum Ostgiebel haben sich die Spezialisten vorgearbeitet. Balken von bis zu 70 mal 70 Zentimeter Stärke waren auf mehreren Metern Länge zu ersetzen. Hilfskonstruktionen mussten gebaut werden, damit das Gewölbe hielt, weil dieses an besagten Deckenbalken hängt, berichtet Thomas Eisner. Mittlerweile sind die Balken unterm Fußboden verschwunden und das Deckengewölbe wieder sicher an den Balken befestigt und nichts davon ist mehr zu sehen. Gut abgestimmt waren all diese Zimmererarbeiten mit der Dachdeckerfirma Michael Hofmann aus Berga/Elster. Sie erneuerte auch den Blitzschutz. Wie dringend die Arbeiten an der Außenfassade sind, zeigten die Natursteinarbeiten.

© Ulrike Grötsch

Derzeit noch mit roten Strichen markiert, sieht der Passant, welche großen Blöcke, nun, nachdem die Gerüste die Arbeiten im Sockelbereich nicht mehr behindern, noch ausgetauscht werden müssen. Sie sind porös und über die Jahrhunderte ausgewaschen und hätten keine Jahrzehnte mehr gehalten. Erste statische Probleme gab es bereits .Die Bildhauer und Steinmetzwerkstatt Christian Späte, Meuselwitz, zeichnet für den hellen, wunderschönen Außenputz verantwortlich und nimmt nun den Sockelbereich in Angriff. Natürlich müssen dafür und für die restlichen Putzarbeiten auch die Temperaturen stimmen. Vier neue Gauben entstanden auf der Seite zum Kirchplatz hin, angelehnt an die Südseite, damit ein schönes, einheitliches Bild entsteht. Die neue Vergitterung der Fenster nahm die Firma Metallbau und Restaurierungen Thomas Kohlbach aus Altenburg vor und fertigte auch neue Geländerläufe. Auch der Schmöllner Malerbetrieb Horst Hemmann ist an der Sanierung beteiligt. Bevor die Gitter an die Fenster kamen, waren die Maler an den Fensterrahmen und-nischen zugange, einer sehr aufwendigen Arbeit, schätzt Thomas Eisner ein. All dies wäre überhaupt nichtmöglich gewesen, wäre da nicht BSB Bau- und Spezialgerüstbau Schmölln mit Geschäftsführer

Wolfgang Kaiser. Diese Firma stellte für den zweiten Bauabschnitt das Gerüst. Nicht mal eine Woche haben sie für den Auf-und auch Abbau gebraucht. Aus Kostengründen besonders wichtig, dass das Gerüst jeweils über den Winter abgebaut werden konnte, weil die Arbeiten ohne größere zeitliche Verzögerungen vonstattengingen. Für die Handwerker ist dieses Projekt eine Herausforderung, handwerkliche Kunst und handwerkliches Können werden mit solchen nicht alltäglichen Arbeiten praktiziert und gefördert. Trotz all dieser umfangreichen Arbeiten am Gebäude, mussten keinerlei Veranstaltungen ausfallen.

© Ulrike Grötsch

Die Kirche war stets zugänglich und auch die Anwohner, die von Lärm und Schmutz sowie Einschränkungen bezüglich des Parkens nicht verschont wurden, haben diese Baumaßnahme im Bereich des Kirchplatzes mit viel Verständnis begleitet, lobt der Pfarrer das gute Miteinander. Eine exzellente Zusammenarbeit gab es mit der Stadtverwaltung, Bürgermeister, Kämmerei und Bauamt – die Stadt beteiligt sich mit rund 20 Prozent an den Kosten – wie auch mit dem Landesverwaltungsamt Weimar, dem Landesamt für Denkmalpflege, der unteren Denkmalschutzbehörde. Auch mit Kirchenkreis, Kreiskirchenamt, der Stiftung Kiba und dem Kirchbauverein Schmölln war es unkompliziert, den zweiten Bauabschnitt erfolgreich zu gestalten, schätzt der Schmöllner Pfarrer ein. Vor allem die hohe Akzeptanz des Vorhabens nicht nur bei den Gemeindegliedern, sondern in der gesamten Bevölkerung, lobt Thomas Eisner besonders. Das spiegelt sich nicht zuletzt in der hohen Spendenfreudigkeit wider, sagt er. „Wir haben so viele treue Sponsoren, weit über die Kreisgrenzen hinaus. In Anbetracht eines Eigenanteils von über 250.000 Euro, die die Kirchgemeinde allein für den zweiten Bauabschnitt aufbringen muss, von immenser Bedeutung.

Von Ulrike Grötsch

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